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"Die Verehrung des unnachahmlichen in der Natur und die Verehrung der vom Menschen perfektionierten Form." (Günther Nietschke)
Die Natur (den Garten) mit Hecken, Mauern u. Gebäuden (der vom Menschen perfektionierten Form) zu umgeben, bzw. einzufrieden ist kein Wiederspruch im obigen Sinn. Die gleichzeitige Kultivierung beider Formen, ja die bewusste Kombination des Rational-Planvollen und des Zufällig-Natürlichen macht erst einen Japanischen Garten aus, charakterisiert am ehesten den japanischen Schönheitssinn.

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Diese Kombination verstärkt die scheinbar konträren Prinzipien gegenseitig in ihrer Wirkung: Der Garten wird erst durch die Einfriedung – (ähnlich wie bei einem Gemälde im Rahmen) – als solcher erkannt und geschätzt. Durch ihre Wirkung verändert die Mauer die Wahrnehmung der natürlichen Form.
Im Idealfall sind der Garten und das Haus keine getrennten architektonischen Werke, sondern ein Gesamtkonzept. Beide Lebensräume gehen scheinbar fließend ineinander über – bilden eine Symbiose. Der Garten ist auf gewisse Weise vom Haus aus erlebbar und das Haus öffnet sich zum Garten hin.

Dadurch entstehen Lebensräume einer viel höheren Qualität.

 
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